Gesichert und verschwunden!

Als ich mein NAS in Betrieb genommen habe, war meine erste Absicht, alle Bilder bei mir daheim zentralisiert gelagert zu haben und langfristig alles aus der cloud zu entfernen.

Dabei ist die Sache ein bisschen ins Schleudern geraten: als ich den NAS mit dem Google-Drive synchronisiert habe, war es mir nicht so richtig bewusst, dass die Synchronisation bidirektional läuft.

Alles halb so wild, hätte ich nur das Sortierungs-Skript nicht ausgeführt… Klar Bilder gehören sortiert, und am bestens automatisch! Nur, wenn ich die Bilder sortiere und dabei vom Google-Drive lösche, dann sind die weg aus Google.

Dabei hätte ich ganz schnell mein langfristiges Ziel erreichen können, nur blöd, dass ich die gelöschten Bilder doch irgendwo in Febrauch hatte, nämlich in meinem Blog.

Als ich ein paar Tage später meinen Blog anschaue, verstehe ich erst mal nicht, was da passiert ist.

Schnell ist mir die Ursache klar, und genau so schnell überlege ich mir, wie ich alles restaurieren kann.

  • Ausmaß erkennen
  • Bilder wieder einchecken
  • Bilder wieder verknüpfen

So schlimm kann es doch nicht sein.

Ausmaß

Zuerst suche ich nach einem Crawler, der mir helfen soll heraus zu finden, wieviele Bilder vermisst werden. Leider finde ich  im freeware Bereich nichts richtig Hilfreiches. Am liebsten hätte ich einen online Crawler gefunden, der mir alle toten Links auflistet. Leider scheint so etwas nicht gängig zu sein.

Als ich Benny nach so einem Tool gefragt habe, sagt er mir, dass er einfach die Entwicklertools von Chrome dafür verwende.

tote Links sind einfach zu erkennen

Naja, warum nicht. Einen Versuch ist es schon wert.

Tatsächlich bekomme ich damit schnell eine Liste per Post aller fehlender Bilder. Ich muß noch alle Post anklicken und die Liste per copy&paste in einer Text-Datei sammeln.

In zehn Minuten wurde das Ausmaß ermittelt. Es fehlen mir knapp 300 Bilder. Wahnsinn! Dass ich gern meine Stories mit Bildern illustriere war es mir klar, aber dass es so viele sind, macht mich sprachlos.

Von einer Rettung von Hand ist jetzt keine Rede mehr, alles muss automatisch, per Script oder Programm geschehen.

Alles offline zu stellen ist für mich keine Option. Zu sehr freue ich mich, wenn ich meine Berichte im Nachhinein lese.

Lern mal was

Ich habe eine Liste aller vermissten Bilder und alle diese Bilder sollen irgendwo auf der Platte zu finden sein. Es muss also nur ein Programm geben, das mir beide Listen verknüpft. Erst mal.

An schnellsten wäre ich sicher mit einem Java Program, da kenne ich schon alle Tricks. Im Powershell wäre es auch bestimmt lustig. Python, Groovy und PHP wären auch denkbar.

Aber eine Technologie macht mich seit ein paar Wochen neugierig:  wenn ich die Rettungsaktion mit dotNet Core und VS-Code versuchen würde?

Es ist zwar von Microsoft, soll aber Open Source sein und auf allen Betriebsystemen laufen. Nach Vorträgen vom Richard Lander und Marc van Eijk bin ich schon in Berührung damit gekommen.

Also gut, ich installiere VS-Code auf meinem Mac, und erste Überraschung: das Programm ist nicht einmal 100MB groß! dotNet Core kriege ich auch relativ schnell installiert (auch wenn El Capitan Ärger mit brew macht).

Ein Paar plugins per Klick installiert, das Programm ist gut an den Mac integriert und läuft sehr flüssig. Nach einer Stunde steht fest: damit werde ich es versuchen!

los geht’s für eine  Rettung mit core!

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